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  • Blended Counseling, blended Arbeiten
  • Innovationen in der Onlineberatung
  • Handwerkszeug, Grundlagen und Besonderheiten der Onlineberatung
  • Gesellschaftliche Entwicklungen

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ZeitslotThemenstrangReferent*inArt des BeitragsTitel ProgrammpunktSchlagwortezeitslot_hfilterthemenstrang_hfilterinhalts_kategorien_hfilterart_des_beitrags_hfilter

Was macht das “Digitale” mit Sozialer Arbeit und welche Fähigkeiten brauchen wir jetzt und in Zukunft?

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Methodengestützte Onlineberatung im virtuellen Beratungsraum am Beispiel des Familienbretts/Systembretts

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„Kannst du hören, was ich geschrieben habe?“ Interaktionsorientiertes Schreiben als Intervention in der Onlineberatung

, , slot2grundlagenchatberatung mailberatung onlinekommunikationvortrag

Medienkompetenz Blended Counseling

, slot2blended-counselingblended-counseling cross-mediale-beratungworkshop

Onlineberatung in Dänemark: Entwicklung von neuen Initiativen und Herausforderungen während der Pandemie

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,

Suizidprävention in der Onlineberatung: Wie unterstütze ich eine*n Klient*in mit Suizidgedanken?

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Messengerdienste – mobile und alltagsnahe Begleitung in Beratungs- & Therapieprozessen

slot3innovationen-in-der-onlineberatungmessengerworkshop

Blended Counseling – Basics und Aktuelles aus Forschung und Praxis

slot1blended-counselingblended-counselingvortrag

Systemisch Arbeiten in virtueller Realität – Perspektiven, Chancen und Hürden 2021

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Interventionen in der Videoberatung

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Online wachgeküsst – Wie wir hinderliche Glaubenssätze im Umgang mit Online-Formaten transformieren können. Ein Lei(d/t)faden für Skeptiker*innen

slot3grundlagenselbstreflexionvortrag

Wie verändert sich die Face-to-Face-Beratung durch die Onlineberatung (und Corona)?

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Beraterische Professionalität reloaded. Ein Arbeitsfeld zwischen Digitalität und Digitalisierung.

slot3blended-counselingzukunft-der-onlineberatungvortrag
,

Ist Videoberatung *die* neue Onlineberatung?

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Die Online-Beratung der Caritas: Vielfalt, Open Source und Blended Counseling

, , slot2innovationen-in-der-onlineberatungblended-counseling digitalisierung softwarevortrag

Wie lässt sich Onlineberatung sinnvoll ergänzen? Protokolle, Schlaftagebücher & Co.

slot3innovationen-in-der-onlineberatungcross-mediale-beratungworkshop

“Endlich traue ich mich” – Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen der Onlineberatung für Betroffene sexualisierter Gewalt

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,

Wirkungsvolle Arbeit mit Gruppen via Video: Partizipation und Interaktion gestalten

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Transfer meiner erlernten Methoden in die Onlineberatung

, slot1grundlagenmethoden selbstreflexionworkshop

Dialogkompetenz in der Chatberatung

slot1grundlagenchatberatungvortrag

Moderierte Gruppenchats in der Onlineberatung

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,

Streetwork im Netz – Die Arbeit von Condrobs e.V.

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,

Der Einsatz von Peers in der Onlineberatung

slot3grundlagenpeerberatungworkshop

Online-Supervision mit Esprit – Gelingensfaktoren guter Online-Supervision

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Kreative Methoden in der Mailberatung

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Digitale Gesellschaft: Zukünftige Herausforderungen für Onlineberatung und Soziale Arbeit

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,

Zielgruppenspezifische Zugänge in der Onlineberatung – Am Beispiel von Lebensformen jenseits heteronormativer Entwürfe und der Vielfalt von Geschlecht

, slot2gesellschaftliche-entwicklungenbesondere-zielgruppen digitale-inklusionworkshop

Digitale Grundbildung von sozial benachteiligten Familien mit Migrationserfahrung

, , , slot2gesellschaftliche-entwicklungenbesondere-zielgruppen digitale-grundbildung digitale-inklusion digitale-teilhabeworkshop

Teilhabe durch Onlineberatung – Onlineberatung als Möglichkeit, das Schweigen über eine drohende oder bestehende Zwangsverheiratung zu brechen

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Digitale Perspektiven in Kommunikations- und Beratungsprozessen

, , slot3gesellschaftliche-entwicklungendigitalisierung kuenstliche-intelligenz onlinekommunikationforum

Zwischen den Zeilen spüren – Onlineberatung mit Kindern und Jugendlichen

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Onlineberatung – die Wahl der richtigen Technik

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Unsere Workshops und Vorträge

Blended Counseling – Basics und Aktuelles aus Forschung und Praxis

Referent*inProf. Dr. Martina Hörmann
FormatKurzvortrag mit Diskussion
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang1 Blended Counseling, blended Arbeiten

Veranstaltungsbeschreibung

Der systematische Mix digitaler und analoger Kommunikationssettings im Beratungsprozess bietet zahlreiche Chancen: So kann Beratung deutlicher als bisher an der Lebenswelt der Klient*innen anknüpfen, Prozesse intensivieren und stabilisieren sowie niederschwellige Kontaktmöglichkeiten schaffen.

Im Kurzvortrag werden die Grundlagen des Blended Counseling-Modells skizziert und mit aktuellen Forschungsergebnissen und Praxisbeispielen aus verschiedenen beraterischen Handlungsfeldern angereichert. Dabei stehen neben Impactfaktoren und Erfahrungen mit verschiedenen Videotools auch konkrete Fallverläufe im Fokus. Die Diskussion bietet die Möglichkeit zu vertiefenden Fragen und weiteren Beispielen.

Kurzvita

Martina Hörmann, Prof. Dr., Dipl.-Päd., systemische Beraterin, lehrt und forscht an der Hochschule für Soziale Arbeit der FH Nordwestschweiz. Sie leitet den Arbeitsschwerpunkt Blended Counseling  und führte mehrere Forschungsprojekte zur digitalen Beratung durch (www.blended-counseling.ch). Sie leitet ein Masterprogramm Beratung und untersucht, wie Beratungskompetenzen für digitale Settings in Aus- und Weiterbildungscurricula integriert werden können.


Medienkompetenz Blended Counseling

Referent*inGina Camenzind
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang1 Blended Counseling, blended Arbeiten

Veranstaltungsbeschreibung

Damit Blended Counseling – also die konzeptionell fundierte Kombination von digitalen und analogen Medien in der Beratung – erfolgreich umgesetzt werden kann, sollten Beraterinnen und Berater über bestimmte (Medien-)Kompetenzen verfügen. Doch welche Kompetenzen sind dies genau? Was braucht es auf Seiten einer Beraterin oder eines Beraters, damit Blended Counseling gelingen kann? Im Workshop werden wir uns mit diesen Fragen vertieft auseinandersetzen. Als Grundlage dient uns hierbei das Modell «Medienkompetenz Blended Counseling», welches im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW entstanden ist.

Kurzvita

Gina Camenzind, M.Sc., Dipl.-Psychologin, arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsschwerpunkt Blended Counseling der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW. Sie ist in verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte zum digitalen Wandel in der Beratung involviert und führt regelmäßig Schulungen sowie Workshops zu den Themen Blended Counseling und Videoberatung durch (www.blended-counseling.ch).


Wie verändert sich die Face-to-Face-Beratung durch die Onlineberatung (und Corona)?

Referent*inSaskia Fester
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl12 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang1 Blended Counseling, blended Arbeiten

Veranstaltungsbeschreibung

Die Vorteile von Onlineberatung sind inzwischen allen klar. Seit Jahren digitalisiert sich die psychosoziale Beratung, aber durch Corona hat dieser Prozess nochmal einen High-Speed-Schub nach vorne bekommen. Doch was bedeutet dies eigentlich für die face-to-face-Beratung? Hat die bald ausgedient? Oder hat sie nach der Pandemie eher ihren zweiten Frühling? Ergänzen oder konkurrieren sich die beiden Formate, jetzt und künftig? Wollen Beratende und Ratsuchende dasselbe? Und was bedeutet die Digitalisierung des Lebenswandels insgesamt für die face-to-face-Beratung? Muss ich jetzt etwas beachten oder anders machen?
Im Workshop wollen wir Erfahrungen austauschen, gemeinsam spekulieren und neue Implikationen für die face-to-face-Beratung diskutieren.

Kurzvita

Saskia Fester ist klinische Psychologin und systemische Therapeutin. Seit 2014 arbeitet sie im mental e-health-Bereich und berät Menschen mit psychischen Erkrankungen über alle Kanäle – face-to-face, Telefon, online. Sie leitet ein Team aus Berater*innen in der integrierten Gesundheitsversorgung und begleitet supervisorisch online und offline arbeitende Beratungsteams.


Was macht „das Digitale“ mit Sozialer Arbeit und welche Fähigkeiten brauchen wir jetzt und in Zukunft

Referent*inAdrian Roeske
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang1 Blended Counseling, blended Arbeiten

Veranstaltungsbeschreibung

Wir sind mediatisiert, digitalisiert und datafiziert – was bedeutet das eigentlich? Warum ist das wichtig und was müssen wir dafür wissen und können? Insbesondere der Kompetenz-Begriff wird in Sozialer Arbeit immer wieder bemüht – mit Digitalisierungsbezug sind das Stichworte wie Medienkompetenz, Datenkompetenz oder auch Internet-Kompetenz. Im Workshop soll von den Begrifflichkeiten und einem Überblick zum Status Quo Digitalisierung ausgehend darüber gesprochen werden, welche Inhalte ein Studium Soziale Arbeit vermitteln sollte und was es in Fort- und Weiterbildung braucht, um in der Praxis einen produktiven Umgang mit einer tiefgreifenden Mediatisierung zu finden. Gemeinsam wollen wir Herausforderungen sammeln und uns damit auseinandersetzen, welche Strukturen es an welcher Stelle braucht.

Kurzvita

Adrian Roeske ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informationsmanagement Bremen, Promovend an der Universität zu Köln und Sozialpädagoge. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Schulsozialarbeit, soziale sowie digitale Ungleichheiten und der Datafizierung Sozialer Arbeit. Hinzu kommen bisherige Projekte im Bereich Co-Creation und berufliche Medienkompetenz.

Vorschau


Beraterische Professionalität reloaded. Ein Arbeitsfeld zwischen Digitalität und Digitalisierung.

Referent*inProf. Dr. Marc Weinhardt
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang1 Blended Counseling, blended Arbeiten

Veranstaltungsbeschreibung

Digitale Beratung ist als Hilfeform sehr erwachsen geworden. Der Pioniergeist der ersten Projekte liegt mehr als drei Jahrzehnte zurück, praktische Arbeitsfelder und akademische Diskurse sind mit verwendungsorientiertem Wissen bestückt. Der Vortrag fordert die hierzu gehörigen Denkfiguren heraus und möchte zur kritischen Analyse anregen: Ist eine Mehrwelten-Theorie, die zwangsläufig zum Konzept des „Blending“ führt, noch instruktiv? Ist digitale Beratung ein Arbeitsfeld oder eine Methode? Hat sich das Denken um digitale Beratung selbst zu einer digitalen Blase verdichtet? Entlang der Leitdifferenz zwischen Digitalisierung und Digitalität werden hierzu gehörigen Fragen systematisch entfaltet und im Anschluss diskutiert.

Kurzvita

Prof. Dr. rer. soc. Marc Weinhardt, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge, Systemischer Familientherapeut


Onlineberatung in Dänemark: Entwicklung von neuen Initiativen und Herausforderungen während der Pandemie

Referent*inHenrik Overgaard
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Die Onlineberatungsstelle für Ausbildung, Weiterbildung und Beruf eVejledning besteht in Dänemark nun mehr als 10 Jahre und hat sich stetig weiterentwickelt. Durch die Angliederung an ein Ministerium, muss sich eVejledning ständig an die politische Lage anpassen. Werden neue politische Initiativen und Aufgaben implementiert, muss eVejledning damit arbeiten.

Telefon, Chat und Mail waren lange die einzigen Kontaktmöglichkeiten. Heute werden auch Skype-Gespräche und Webinare angeboten und sozialen Medien gezielt benutzt. Wie funktioniert das und ist es nur vorübergehend?

Die Pandemiesituation weltweit hat auch Konsequenzen für eVejledning gehabt. Der Vortrag stellt vor, wie eVejledning sich den Herausforderungen mit neuen Initiativen gezielt anpasst hat. Abschließend wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben. Hat die Pandemie dauerhafte Konsequenzen für die Onlineberatung?  Und wenn ja, welche? Bei welchen Zielgruppen gelangt die Onlineberatung während der Pandemie gut – und wo funktionierte sie nicht? Was können wir von der Pandemiesituation für die Onlineberatung lernen?

Kurzvita

  • Grundschullehrer und Bildungsberater für Schüler*innen in der Grundschule
  • Lehrer und Bildungsberater in einer kaufmännischen Berufsschule mit Schwerpunkt auf Berufsausbildung für Erwachsene über 25 Jahren und Kompetenzanerkennung
  • Master of Guidance 2020: Abschlussprojekt mit dem Thema ”Berufsausbildung für Erwachsene – Neue Wege“
  • E-Berater bei eVejledning seit November 2018

Die Online-Beratung der Caritas: Vielfalt, Open Source und Blended Counseling

Referent*inAnja Kuhrt
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Im Jahr 2006 ist die Caritas mit einem ersten Angebot für Online-Beratung an den Start gegangen. Seit dem Relaunch in 2019 wird das Informations- und Beratungsangebot der Caritas mit der Online-Beratungsplattform „Beratung & Hilfe“ stetig durch agile Entwicklung schnell und risikominimiert weiter ausgebaut.

Mit der Open Source Stellung des Quellcodes im Juni 2020 wird das Ziel verfolgt, eine Nutzer- und Entwicklercommunity in der gesamten Wohlfahrt und darüber hinaus aufzubauen. Es soll eine Community entstehen, die die Vernetzung zum Arbeitsfeld Online-Beratung insgesamt verstärkt und dem Gemeinwohl zugutekommt. Blended Counseling ist das leitende Konzept, das hinter der Online-Beratungsplattform steht.

Kurzvita

Anja Kuhrt hat Soziologie und Betriebswirtschaftslehre studiert und eine Weiterbildung zur Systemischen Coach absolviert. Sie ist seit 2019 im Themenfeld digitale Transformation beim Deutschen Caritasverband tätig, zunächst als Digital Coach im Projekt Caritas Tandem 4.0 und seit März 2021 als Community Managerin für die Online-Beratungsplattform gefördert durch die Aktion Mensch.


Ist Videoberatung *die* neue Onlineberatung?

Referent*inHelmut Paschen & Sylvia Engels
FormatAustausch-Workshop
Teilnehmerzahloffen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Während Videoberatung noch 2019 eher nur für bestimmte Beratungskontexte (z.B. Online-Supervision, Beratung von mobil lebenden Klient*innen) und weniger in der Fläche genutzt wurde, scheinen 2020 und die folgenden Jahre unter dem Zeichen “Boom der Videoberatung” zu stehen. Im Austausch-Workshop wird der Frage nachgegangen, welche Rolle Videoberatung spielt – auch in den Arbeitskontexten der Teilnehmenden – und welche Erfahrungen damit gemacht wurden. Welche Motivationen, Rückmeldungen und Lerneffekte gab es seitens der Beratenden, der Einrichtungen und vielleicht auch der Ratsuchenden? Weiter bietet der Workshop die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Onlineberatungsformen auseinanderzusetzen. Gemeinsam können die jeweiligen Potenziale und Grenzen der Videoberatung und der „klassischen“, schriftbasierten Onlineberatung in den Blick genommen werden.

Wir orientieren uns an Ihrem Bedarf und widmen uns Fragen wie z.B.:

  • Unter welchen Bedingungen passt ein Format gut, weniger gut oder gar nicht?
  • Welche Vorteile hat es, das Eine oder das Andere zu lernen und zu machen?
  • Ist schreibend Beraten anstrengend(er)?
  • Wann und wie können schriftbasierte Elemente zum Nutzen der Klient*innen in die Videoberatung integriert werden?

Die Teilnehmenden können ihre Beratungspraxis reflektieren, Wissen teilen und weitere Potenziale ihrer Arbeit erforschen. Der Workshop bietet Ihnen so einen weiteren „Mosaikstein“ zur Gestaltung Ihres zukünftigen eigenen (weiteren) Onlineberatungswegs als Freiberufler*in, Angestellte*r oder Institution.

Kurzvita

Helmut Paschen, Diplom-Sozialpädagoge, systemischer Supervisor und Berater. Leiter der bundesweiten profamilia.sextra-Onlineberatung mit ca. 15.000 Beratungen pro Jahr und etwa 100 Beratern. Psychosozialer Onlineberater seit 1997. In diesem Arbeitsfeld ist er seit vielen Jahren in den Bereichen Fortbildung und Fachberatung tätig. Mitgründer von OnTheMove.online.

Sylvia Engels, Staatsexamen in Germanistik, Sozial- und Erziehungswissenschaften, zertifizierte Onlineberaterin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für E-Beratung und freiberufliche Referentin für Medienbildung.


Wie lässt sich Onlineberatung sinnvoll ergänzen? Protokolle, Schlaftagebücher & Co.

Referent*inMonika Feil
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Wenn Ratsuchende zu Beginn einer Beratung von einem spezifischen „Problem“ berichten, sind sie oftmals nicht in der Lage, die Veränderungen und Unterschiede in der Ausprägung ihres Problems über die Zeit wahrzunehmen und zu beschreiben. In ihren Berichten und Klagen über das Problem liegt der Fokus nicht selten auf „immer“ und „nie“. Eine Differenzierung der Wahrnehmung für Unterschiede ist in vielen Beratungsformen und -settings ein basaler methodischer Baustein – sowohl bei eher verhaltensorientierten als bei auch systemischen Beratungsansätzen. Aus diesem Grund hat sich bei manchen Beratungsthemen das Führen von täglichen Protokollen oder Tagebüchern bzgl. bestimmter Aspekte des Erlebens und Verhaltens bewährt, um den Ratsuchenden die Veränderlichkeit ihres Problems und ggf. den Zusammenhang mit anderen Faktoren ihres Alltags erfahrbar zu machen. Auch zur Dokumentation von Veränderungen und Fortschritten im Zuge der Beratung können solche Protokolle überaus hilfreich sein – sowohl für die Ratsuchenden als auch für die Beratenden als Grundlage für das Finetuning ihrer Interventionen.

In der Präsenzberatung können Vorlagen für solche Protokolle als kopierte Blätter ausgegeben und in der kommenden Stunde gemeinsam angeschaut werden. In Online-Beratungsprozessen erfordert es einen gewissen technischen Aufwand, wenn pdf-Dateien zum Aussdrucken versendet werden und die ausgefüllten Protokolle von den Ratsuchenden wieder eingescannt oder abfotografiert werden müssen, um sie an die Beratenden zurückzusenden, insbesondere in textbasierten Onlineberatungsformen. Für beide Seiten ist das Einsehen und Vergleichen der Protokolle im Verlauf bei dieser Art des Vorgehens wenig komfortabel. Auch ist nicht davon auszugehen, dass alle Ratsuchenden Zugang zum dazu notwendigen technischen Equipment haben – etwa einem Drucker oder einem Scanner. Für einen niedrigschwelligen Einsatz von Protokollen und Tagebüchern in der Beratung ist es äußerst hilfreich, wenn die Ratsuchenden die Fragebögen direkt innerhalb der Beratungssoftware ausfüllen können und wenn die eingegebenen Daten für die Beratenden direkt über die Software in statistischen Auswertungen und anschaulichen Visualisierungen nutzbar gemacht werden können. Auch für begleitende Evaluationen, etwa innerhalb von Forschungsprojekten, sind diese Daten dann direkt und ohne Umwege nutzbar.

Im Seminar wird am Beispiel der Schlafberatung Online für Schichtarbeitende, einem Projekt am Institut für E-Beratung der TH-Nürnberg, der Einsatz von täglichen Protokollen und Fragebögen in der Schlafberatung exemplarisch gezeigt und die Integration dieser Protokolle in die am Institut entwickelte Software demonstriert.

Kurzvita

  • B.Sc. Psychologie
  • Zertifizierte Onlineberaterin (TH Nürnberg)
  • Weiterbildung in Kognitiver Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I)
  • Systemische Beraterin i. A.
  • Staatlich geprüfte Logopädin
  • Monika Feil arbeitet als Projektkoordinatorin und Beraterin im Projekt “Gesund bleiben im Schichtdienst” (GebiS) am Institut für E-Beratung der TH Nürnberg

Methodengestützte Onlineberatung im virtuellen Beratungsraum am Beispiel des Familienbretts/Systembretts

 

Referent*inBenjamin Lambeck
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl50 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang2 Innovationen in der OB

Veranstaltungsbeschreibung

In diesem Workshop dreht sich alles um das Familien-/Systembrett: coachingspace.net hat dieses transformiert und einen virtuellen Beratungsraum damit ausgestattet. Wie das Systembrett zu bedienen ist und wie Klient*innen in den virtuellen Beratungsraum eingeladen werden können, wird in diesem Workshop thematisiert. Benjamin Lambeck geht dabei auf Fragen ein und zeigt praktische Anwendungsbeispiele auf. Die Teilnehmer*innen werden außerdem die Gelegenheit bekommen, das Handling mit dem Online-Systembrett in Kleingruppen selbst auszuprobieren.
 Willkommen in der methodengestützten Onlineberatung 4.0

Kurzvita

Benjamin Lambeck ist Geschäftsführer des Institutes für Schulentwicklung und Hochschuldidaktik (ISH-Bochum GmbH) sowie Gründer von coachingspace.net. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und ev. Theologie an der Bergischen Universität Wuppertal. Außerdem ist er ausgebildeter systemischer Berater (DGSF) mit erlebnispädagogischem Hintergrund und hat eine ausgeprägte Affinität zu technischen Raffinessen. Online-Beratung ist für ihn die Verbindung zweier Leidenschaften: Beratung und Agilität.

Vorschau


Messengerdienste – mobile und alltagsnahe Begleitung in Beratungs- & Therapieprozessen

Referent*inKatharina Piekorz
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Messengerdienste sind in unserem Kommunikationsalltag und in dem unserer Klient*innen allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken – doch in Beratungs- und Therapieprozessen finden sie bisher meist wenig Beachtung.

Welche Chancen und Möglichkeiten können Messengerdienste in der Onlineberatung bieten? Wie können die einzelnen Funktionen sinnvoll in den Beratungs- und Therapieprozess eingebunden werden? Was muss bei der Umsetzung beachtet werden? Wo gibt es Herausforderungen und Grenzen? Und für welche Arbeitskontexte ist der Einsatz von Messengerdiensten überhaupt geeignet?

Diese und andere Fragen werden im Workshop gemeinsam thematisiert, erarbeitet und durch Erfahrungsberichte der Referentin angereichert.

Kurzvita

Katharina Piekorz
Psychologin (B.Sc.), psych.-päd. Lerntherapeutin (M.A.)
Systemische Therapeutin (DGSF) & systemische Onlineberaterin (DGOB)
Gründerin der Onlinepraxis für systemische Beratung & Therapie (www.die-onlinepraxis.de)
bietet für Fachkräfte & Einrichtungen Workshops zum Thema Umsetzung von systemischen Methoden in der Onlineberatung
erprobt gern den Einsatz von Messengerdiensten in Beratungs- & Therapieprozessen

Vorschau


Systemisch Arbeiten in virtueller Realität – Perspektiven, Chancen und Hürden 2021

Referent*inStefan Wierzbitza
FormatWorkshop
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang2 Innovationen in der Onlineberatung

Veranstaltungsbeschreibung

Virtuelle Realität, das bedeutet: Sprechen, Gestikulieren, Malen, Interagieren, Aufstellen und Tricksen im selben digitalen Raum, auch wenn man sich an unterschiedlichen Orten befindet. Steuerung, Interaktion und Bewegung in der virtuellen Umgebung finden über die Bewegungen des eigenen Körpers statt. Durch VR-Brillen wird die virtuelle Realität und ihre physikalischen Eigenschaften immersiv wahrgenommen.
Beratung in virtueller Realität ist technisch heute schon möglich … wie, mit welchen Einschränkungen, aber auch mit welchen Vorteilen und Potenzialen, wird in diesem Workshop vorgestellt.
Da Beratung in VR noch in den Kinderschuhen steckt, sind die Teilnehmenden dazu aufgefordert, gemeinsam zu überlegen, welche Chancen und Potenziale, aber auch welche Hürden sie sehen.

Kurzvita

Stefan Wierzbitza, geb. 1981, Magister (Soziologie, Politik und Ethnologie), systemischer Berater und Personaler in Hamburg  (www.sehr-wahrscheinlich.de). Aktuelle Interessensschwerpunkte: VR-Beratung, systemische Podcasts, “how to make work not suck”

Vorschau


Suizidprävention in der Onlineberatung: Wie unterstütze ich eine*n Klient*in mit Suizidgedanken?

Referent*inJakob Henschel & Christine Schweizer
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Immer wieder begegnen uns in der Onlineberatung Klient*innen mit Suizidgedanken. Der Workshop führt in das Themenfeld Suizidalität ein und legt den Schwerpunkt auf Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Onlineberatung.
Was der Workshop bietet: Grundlagen zum Erkennen von Suizidalität und angezeigte erste Schritte innerhalb der Onlineberatung. Anhand praktischer Beispiele sollen Möglichkeiten einer guten Begleitung von suizidgefährdeten Klient*innen aufgezeigt werden.

Kurzvita

Christine Schweizer, M.A. und Dipl.-Psych. Jakob Henschel sind Gründer*innen und Vorstand des Vereins Niedrigschwellige Suizidprävention e.V.. Beide waren zwischen 2007 und 2021 in verschiedenen Funktionen für die Online-Beratung für suizidgefährdete Jugendliche [U25] (Deutscher Caritasverband) tätig. Jakob Henschel ist zudem seit 2016 Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Vorschau


Dialogkompetenz in der Chatberatung

Referent*inBirgit Knatz
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Die besondere Herausforderung in der Chatberatung ist der Wegfall von Mimik und Gestik als Informationsquelle, die uns im Gespräch emotionale Erlebnisinhalte vermitteln. Beim Chatten haben wir nur die „nackte“ Sprache, sozusagen die Oberflächenstruktur einer Mitteilung. Was sich verbirgt sind die tatsächlich gemeinten Aussagen und erfordert von uns „das zwischen den Zeilen lesen“. Angeregt durch die Wortwahl der Chattenden „ersetzen“ wir unbewusst das fehlende Vorhandene und wissen nicht, ob wir damit richtig liegen.

Wenn ein Dialog gelingen soll, braucht es „aktives Zuhören“, etwas zu geben, um Vertrauen zu gewinnen – durch Aufmerksamkeit, Respekt und Interesse. Aufmerksamkeit, indem wir uns bemühen, über die eigene Wahrnehmung hinauszugehen und uns auf das Gegenüber zu konzentrieren. Respekt, indem wir in dem Bewusstsein zuhören, dass jeder Mensch wertvoll ist. Interesse, indem wir eine Verbindung, eine Resonanz herstellen, um herauszufinden, was unser Gegenüber beschäftigt, so dass sie oder er sich an die Online-Beratung gewandt hat. Oder kurz gesagt es geht um die Haltung: „Bitte versteh mich nicht zu schnell“. Ein gelungener Dialog hat das Ziel, das Eigene und das Fremde, ähnlich zweier Landkarten, zu übersetzen und miteinander in Beziehung oder in Verbindung zu bringen. Auch beim Tangotanzen ist die Verbindung das Wichtigste. Wenn diese nicht hergestellt werden kann ist der ganze Tanz fad oder schwierig. Eine gute Verbindung heißt eine gute Verbindung zu sich zu schaffen umso eine gute Verbindung zum Gegenüber zu schaffen. Wie eine Tänzerin oder Tänzer, sollen auch Online-Beratende auf die „eigene Achse“ und „Bodenkontakt“ achten, und sensibel auf das sein, was das Gegenüber zeigt und darauf reagieren.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Merkmale der Chatberatung und zeigt Ideen, wie diese mit in die eigene Beratungskompetenz integriert werden können, so dass aus schwierigen Chatdialogen, beseelte Dialoge werden können 😉

Kurzvita

Birgit Knatz ist Diplom-Sozialarbeiterin und Supervisorin (www.birgit-knatz.de). Sie hat 1995 die erste Online-Beratung im deutschsprachigen Raum, die TelefonSeelsorge im Internet (https://online.telefonseelsorge.de/) gegründet. Damit hat sie die langjährigste Erfahrung im Bereich der Online-Beratung und Online-Seelsorge. Mit Freude leitet sie die Telefonseelsorge Hagen-Mark (www.telefonseelsorge-hagen-mark.de) und ist Geschäftsführerin des Instituts für Online-Beratung (www.schreiben-tut-der-seele-gut.de) Sie schreibt gerne und ihr Buch: „Hilfe aus dem Netz“ (2003), das auch ins Japanische übersetzt worden ist, gehört zu dem Standardwerk der Online-Beratung. Zudem tanzt sie leidenschaftlich gerne Tango und findet, dass der getanzte Dialog und der geschriebene Dialog Ähnlichkeiten haben.

Vorschau


Transfer meiner erlernten Methoden in die Onlineberatung

Referent*inHelmut Kreller
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Berater*innen und Supervisor*innen verfügen in der angesichtigen Beratung meist über eine breite methodische Vielfalt. Geht es um Online-Beratung, ziehen sich viele dieser versierten Berater*innen auf Gesprächsführung und das empathische Spiegeln zurück, anstatt die erlernten Methoden zu nutzen. Dieser Workshop will die Transformation der eigenen Methoden in das schriftbasierte Format befördern und einüben. Einige Beispiele „gelungener“ Methodentransformation werden gezeigt und besprochen.

Kurzvita

Helmut Kreller hat Theologie und Psychologie studiert und arbeitet seit vielen Jahren als freiberuflicher Supervisor (DGSv) und psychosozialer Berater in Erlangen und Berlin. Beide Formate führt er sowohl in seiner Praxis als auch auf einem geschützten Online-Portal durch. Helmut Kreller ist Vorsitzender der „Deutschsprachigen Gesellschaft für psychosoziale Online-Beratung (DGOB)“ und Weiterbildner für Online-Beratung/Online-Supervision.

Vorschau


Onlineberatung – die Wahl der richtigen Technik

Referent*inStefan Kühne
FormatInteraktiver Vortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Onlineberatung nutzt Tools, um mit den Ratsuchenden in den Kontakt gehen zu können. Ob Mail, Chat, Video oder Messenger – es gibt viele technische Lösungen am Markt und die Auswahl fällt nicht immer leicht. Neben den Funktionalitäten für die Onlineberatung ist auf den Datenschutz und die Stabilität des Tools zu achten. Der Vortrag bietet einen Überblick zu technischen Lösungen und Tools für Onlineberatung.

Kurzvita

Stefan Kühne MSc in Social Management
Dipl.-Erwachsenenbildner (wba)

Stefan Kühne ist Leiter der wienXtra-jugendinfo und der wienXtra-soundbase. Er ist Obmann des Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos und Mitglied der Forschungsgreisslerei – institut: wissenschaft.online.beratung
Seit 2005 Herausgeber des e-beratungsjournal.net, 2009 Herausgabe des Handbuchs Onlineberatung (mit Gerhard Hintenberger). Co-Autor Einführung Onlineberatung und -therapie (2014, mit Christiane Eichenberg). Er ist als Lehrbeauftragter zum Thema Onlineberatung an verschiedenen Hochschulen tätig.
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten und Interessen gehören: Onlineberatung/-therapie & Onlinekommunikation, Jugendarbeit & Jugendinformation, Gesprächsführung & Moderation, Historische Benimm- & Sexualratgeber.


Streetwork im Netz – Die Arbeit von Condrobs e.V.

Referent*inThi-Tra-My Nguyen & Svenja Schüürmann
Formatinteraktiver Workshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Das Internet hat längst Einzug in den Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erhalten. Information und Kommunikation finden zu einem erheblichen Teil über Social Media und Messengerdienste statt. Durch deren große Online-Aktivität bietet sich somit für die Erreichbarkeit, gerade auch von suchtmittelkonsumierenden Jugendlichen die Chance, neue Wege der Ansprache und neue Zugänge zu jungen Menschen zu entwickeln. Als lebensweltorientiertes Angebot ist Streetwork im Netz aufsuchend in Foren, Chats und Social Media unterwegs. Das Projekt ist deutschlandweit einzigartig und wird aktuell durch die TH Nürnberg mit einer Begleitstudie auf seine Wirksamkeit beforscht. In diesem Workshop wollen wir ein Bild der aufsuchenden Arbeit im Internet, den Strukturen und der Forschung vermitteln. Durch einen interaktiven Teil soll es den Teilnehmer*innen möglich sein einen genaueren Einblick in die Chat und Forenarbeit sowie in den Social Media Bereich zu erhalten. In einer abschließenden Diskussion werden wir uns dann über relevante Aspekte der online Arbeit austauschen.

Kurzvita

Thi-Tra-My Nguyen hat an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg studiert und arbeitet als Sozialarbeiterin (B.A.) bei Condrobs ConAction (https://www.condrobs.de/einrichtungen/conaction) mit dem Schwerpunkt im Projekt „Streetwork im Netz“.

Svenja Schüürmann hat ebenfalls ihren Bachelor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Würzburg absolviert. Nach ihrem Master in „Soziale Arbeit, Sozialmanagement und Sozialpolitik“ am Management Center Innsbruck hat sie bei Condrobs e.V. angefangen zu arbeiten. Inzwischen ist sie die Einrichtungsleitung von Condrobs ConAction und somit auch verantwortlich für das Projekt „Streetwork im Netz“.


Wirkungsvolle Arbeit mit Gruppen via Video: Partizipation und Interaktion gestalten

Referent*inJessica Ranitzsch & Inse Böhmig
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Wie können wir mit Gruppen im virtuellen Raum via Video partizipativ, prozessorientiert und interaktiv arbeiten? In unserem Workshop erarbeiten wir zusammen Impulse, wie Leichtigkeit, Nähe und Aktivierung im virtuellen Raum gelingen kann. Dabei geht es um die eigene Haltung und ein wirkungsvolles Online-Setting, in dem wir die Ressourcen und Prozesse der Gruppe aktivieren können, unterstützt durch den Einsatz von digitalen Tools und vertrauten analogen Methoden. In einer Mischung aus theoretischem Input und praktischer Übung erhalten die Teilnehmenden praxistaugliche Ideen für den Transfer in den eigenen Arbeitskontext sowie Gelegenheit für Fragen und kollegialen Austausch.

Kurzvita

Systemisch, partizipativ und prozessorientiert bieten Inse & Jessica Online Trainings zu virtueller Beratung, Moderation und Führung an. Als Gründerinnen von www.sistemica.org bringen beide unterschiedliche Ressourcen in die Zusammenarbeit ein: Führungserfahrung, internationale Zusammenarbeit und systemisches Denken. Ihre gemeinsame Idee: Menschen, Organisationen und Teams zu befähigen, aktiv Veränderungsprozesse zu gestalten.


“Endlich traue ich mich” – Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen der Onlineberatung für Betroffene sexualisierter Gewalt

Referent*inPetra Risau
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Nicht erst seit Corona ist deutlich, dass Onlineberatung, als eigenständige Beratungsform für Betroffene sexualisierter Gewalt, eine notwendige Erweiterung der bestehenden Beratungsstrukturen darstellt. So geht es aktuell nicht mehr um die Frage, ob Onlineberatung eine sinnvolle Beratungsform ist, sondern darum, wie Onlineberatung konzipiert sein muss, um effektiv zu wirken und Ratsuchende zu erreichen. Dies betrifft sowohl die Beratungsformate als auch die Beratungskonzepte und Interventionen.

Im Rahmen des Workshops werden die Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen sowie aktuelle Entwicklungen der Onlineberatung im Kontext sexualisierter Gewalt aufgezeigt. Ebenso wird der Frage nachgegangen, welche Beratungs- und Kommunikationskanäle (Mail, Chat, Messenger, Video, hybride Formen…) mit welchen möglichen Wirkmechanismen für welche Zielgruppe geeignet sind und die Wahrscheinlichkeit erhöhen, Betroffene sexualisierter Gewalt zu erreichen.

Neben einem fachlichen Input gibt es im Workshop die Möglichkeit, sich u.a. zu diesen Fragestellungen auszutauschen und diese gemeinsam zu reflektieren. Der Workshop richtet sich sowohl an Einsteiger*innen als auch bereits an in der Onlineberatung tätige Berater*innen und alle am Thema interessierten Personen.

Kurzvita

Petra Risau ist Diplom Pädagogin und Systemische Beraterin. Sie ist Fachreferentin und Dozentin für psychosoziale Onlineberatung und Mitarbeiterin beim Kinderschutzportal e.V., www.kinderschutzportal.de
Sie ist Redaktionsmitglied des  www.e-beratungsjournal.net.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Qualifizierung von Online-Berater*innen, Entwicklung sowie Konzeptionierung virtueller Beratungsangebote für den psychosozialen, gesundheitlichen und Bildungsberatungsbereich.
Mehr Informationen unter: https://www.petra-risau.de/

Vorschau


Online-Supervision mit Esprit – Gelingensfaktoren guter Online-Supervision

Referent*inConstance Spring (Dr. med.)
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl30 Personen
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Online-Supervision für Online-Berater*innen benötigt zwei unterschiedliche Perspektiven: die supervisorische Sicht auf den Prozess und das spezifische Fachwissen der Online-Beratung.

Das Themenspektrum ist groß. Zu den inhaltlichen Themen gehören zum Beispiel Fragen der professionellen Distanz online oder die Reflexion eines stockenden Beratungsverlaufs.
Auch gruppendynamische Prozesse in Arbeitsteams bekommen in der Online-Supervision Raum.

Ein weiterer wichtiger Bereich sind strukturelle oder auch konzeptionelle Themen innerhalb des (neuen) Online-Beratungsangebots – gerade dafür sind die beiden sich ergänzenden Sichtweisen wesentlich.

Die Kernfrage dieses Workshops:
Was braucht es, um Online-Supervision für Online-Berater*innen attraktiv zu gestalten und so fachspezifisches und persönliches Wachstum zu ermöglichen? Wie würde die Online-Supervision aussehen, die genau zu Ihnen passt?

Die Referentin spannt einen Bogen von den Pflichtelementen bis zur Kür – und teilt ihre Erfahrungen, die sie in einer eigenen Online-Gruppensupervision für Solo-Berater*innen, „Himbeerkonfetti, die etwas andere Supervision für Online-Berater*innen“, gemeinsam mit einer Fachkollegin seit März 2021 gesammelt hat.

Kurzvita

Ärztin, Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin, systemische Körpertherapeutin, zertifizierte Online-Beraterin DGOB.
Ob als freie Trainerin für systemische Weiterbildungen, als Supervisorin oder als Dozentin an der Hochschule – Arbeit mit und in Gruppen ist ihr eine Herzensangelegenheit, denn es ermöglicht Austausch, Tiefe und reiches Lernen.


„Kannst du hören, was ich geschrieben habe?“ Interaktionsorientiertes Schreiben als Intervention in der Onlineberatung

Referent*inGerhard Hintenberger
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

„Der Brief ist kein ordentliches Gespräch.
Er ist eine freye Nachahmung des guten Gesprächs.“
                                           (Christian Fürchtegott Gellert, 1715-1769)

Schriftbasierte Medien erzeugen eine kommunikative Distanz. Damit Beratung hinreichend gut gelingen kann, ist jedoch eine bestimmte Form von Nähe notwendig. Mit Hilfe eines interaktionsorientierten Schreibstils lassen sich schriftliche Dialoge realisieren, die mündlich konzipiert sind. Ziel ist dabei nicht die Umsetzung genauer grammatikalischer und lexischer Vorgaben, sondern die Ermöglichung eines beziehungsorientierten Austauschs. Interaktionsorientiertes Schreiben wird, so verstanden, zu einer gezielten Intervention, um verschriftlichte Inhalte hörbar zu machen, wobei ein Wissen über Eigenheiten mündlicher Sprache dafür unabdinglich ist.

Kurzvita

Gerhard Hintenberger ist als Psychotherapeut und Supervisor in freier Praxis tätig und beschäftigt sich seit 20 Jahren mit Onlineberatung. Er ist Herausgeber des e-beratungsjournal.net und produziert den Podcast „Landschaftsgärtnerinnen der Neurosen“. Er leitet den Universitätslehrgang für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an der Donau-Universität Krems.


Zwischen Leichtigkeit und Tiefgang – Beratung im Gruppenchat

Referent*inKordula Gruhn
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl25 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Mit dem Workshop „Zwischen Leichtigkeit und Tiefgang – Beratung im Gruppenchat“ möchte ich euch und Sie für die Beratung von Jugendlichen im Gruppenchat begeistern und zeigen, wie gerade bei Jugendlichen im Chat mit der eigenen peer-group Beratungen gelingen und nachhaltig wirken können.

Ich werde Aufbau und Ablauf eines Chats, sowie die Aufgaben des Chatmoderators beschreiben, auf die Besonderheiten dieser Beratungsform eingehen, einen kurzen Einblick in die spezifische Chatsprache geben und von Erfahrungen, die ich im Laufe der Jahre in diesem Bereich sammeln konnte, berichten. Anhand von Beispielen werde ich die  vielfältigen Vorteile aufzeigen, aber auch auf mögliche Stolpersteine hinweisen und auch einen kritischen Blick auf diese Form der Arbeit werfen.

Kurzvita

Kordula Gruhn, Studium der Psychologie und Ethnologie, Dipl. Psychologin, Ausbildung in Systemischer Therapie und Hypnotherapie. Viele Jahre Erfahrung mit der Leitung einer Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, seit 2006 Mitarbeit in der Virtuellen Beratungsstelle mit den Schwerpunkten  Mailberatung und Gruppenchat; verschiedene Lehrtätigkeiten in diesen Bereichen.


Interventionen in der Videoberatung

Referent*inSusanna Hartmann-Strauss
FormatWorkshop
Teilnehmerzahlca. 25 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Videoberatungen werden oft weiterhin als Ersatz verstanden, der gewählt wird, wenn der „Goldstandard“ der persönlichen Begegnung nicht möglich ist. Doch es gibt Vorteile, die der Videoberatung inhärent sind und deren Nutzung Sinn machen kann, selbst wenn eine Beratung vor Ort möglich wäre. Viele Interventionen sind effektiver, einige überhaupt erst durch das Videosetting möglich und manche Vorgehensweise müssen modifiziert werden, um ihre Wirkung entfalten zu können.

Lernen Sie im Workshop die speziellen Vorteile und Möglichkeiten des Mediums kennen, um Ihre Interventionen zu intensivieren und um z.B. fehlende Personen einzubinden, systemische Fragen zu stellen oder bewegte Interventionen einzusetzen.

Auch auf die verschiedenen Beratungsphasen bezogen erhalten Sie Anregungen. Wie Sie das Medium in kritischen Situationen zu Ihrem Vorteil einsetzen können, wird abschließend erläutert.

Kurzvita

Susanna Hartmann-Strauss, Diplompsychologin
Psychologische Psychotherapeutin, Systemische Paar- und Familientherapeutin
Supervisorin (DGSv, GwG) und Lehrsupervisorin Systemische, verhaltenstherapeutische und gesprächspsychotherapeutische Supervisorin (anerkannt durch die LPK Baden-Württemberg)


Online wachgeküsst – Wie wir hinderliche Glaubenssätze im Umgang mit Online-Formaten transformieren können. Ein Lei(d/t)faden für Skeptiker*innen

Referent*inTom Küchler
FormatFachvortrag mit interaktiven Elementen
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

In diesem Fachvortrag mit interaktiven Elementen thematisieren wir, wie unsere Beratungskompetenzen aus der Offline-Welt in die Online-Welt übertragen werden können und welche Rolle dabei unsere Glaubenssätze spielen. Dabei nehmen wir speziell folgende Aspekte in den Blick:

  • Welche hinderlichen Glaubenssätze begegnen mir im Kontext meiner Online-Beratungskompetenz?
  • Welche Wort-Konstruktionen nutze ich und wie wirken diese? 
  • Meine Beratungskompetenz und mögliche Indikatoren zur Reflexion.
  • Veränderung muss S.E.X.Y. sein, denn S.M.A.R.T. war gestern.
  • Hirnschisse in Hirnküsse verwandeln – Tools und Strategien zur Veränderung von hinderlichen Glaubenssätzen.

Kurzvita

  • Tom Küchler, Jahrgang 1971, wohnhaft in Olbernhau im Erzgebirge, Vater von 2 Kindern
  • Diplom Sozialpädagoge (FH); Systemischer Berater, Supervisor und Therapeut (SG), Systemisch-lösungsorientierter Coach (isi), Lehrtherapeut (SG), Lehrender Supervisor (SG), Lehrender Coach (SG), Lehrender für Systemische Organisationsentwicklung (SG)
  • Autor zu Themen wie Veränderung, Potenzialentfaltung, Lösungsorientierung und Motivation
  • Langjährige Erfahrungen als Systemsicher Berater, Therapeut, Supervisor, Coach, Trainer und Dozent in verschiedenen Feldern und Settings (Einzelpersonen, Paare, Familien, Mitarbeitende, Führungskräfte, Teams, Organisationen) – www.tomkuechler.de
  • Leitender, Beratender und Lehrender am Systemischen Institut Sachsen in Chemnitz – www.sis-chemnitz.com
  • Founder und Netzwerk-Manager von potenzialentfaltung.org – Potenzialentfaltung und Kulturwandel für Organisationen und deren Menschen – www.potenzialentfaltung.org

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Kreative Methoden in der Mailberatung

Referent*inStefan Kühne
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl15 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Mailberatung bietet als schriftbasierte Form der Beratung viele Möglichkeiten, Methoden des kreativen Schreibens und der Poesietherapie einzusetzen. In diesem Workshop werden kreative Zugänge im Beratungskontext vorgestellt – und ausprobiert.

Kurzvita

Stefan Kühne MSc in Social Management
Dipl.-Erwachsenenbildner (wba)

Stefan Kühne ist Leiter der wienXtra-jugendinfo und der wienXtra-soundbase. Er ist Obmann des Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos und Mitglied der Forschungsgreisslerei – institut: wissenschaft.online.beratung
Seit 2005 Herausgeber des e-beratungsjournal.net, 2009 Herausgabe des Handbuchs Onlineberatung (mit Gerhard Hintenberger). Co-Autor Einführung Onlineberatung und -therapie (2014, mit Christiane Eichenberg). Er ist als Lehrbeauftragter zum Thema Onlineberatung an verschiedenen Hochschulen tätig.
Zu seinen Arbeitsschwerpunkten und Interessen gehören: Onlineberatung/-therapie & Onlinekommunikation, Jugendarbeit & Jugendinformation, Gesprächsführung & Moderation, Historische Benimm- & Sexualratgeber.


Der Einsatz von Peers in der Onlineberatung

Referent*inRita Neidhart & Aleksandra Poltermann
FormatWorkshop/offene Diskussion
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang3 Handwerkszeug, Grundlagen & Besonderheiten

Veranstaltungsbeschreibung

Der Peer-Beratungsansatz in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Ländern weniger etabliert und noch ausbaufähig. Dabei sind die positiven Wirkungen vom Peer-Einsatz in der Beratung unbestritten. Es handelt sich dabei um eine wichtige und wertvolle Ergänzung innerhalb des sozialpsychiatrischen Hilfesystems in Form von personenorientierter und –zentrierter, individualisierter, verstehensbasierter Unterstützungsleistung. Es lohnt sich für die Klient*innen und Patient*innen, aber auch für Teams und Institutionen, weil dadurch wichtige Aspekte von Empowerment und Recovery in die eigenen Institutionen Einzug erhalten. Wir treten mit Ihnen in den Austausch und schauen gemeinsam auf Peer-Beratungsansätze und Potentiale.  

Kurzvita

Rita Neidhart, Heilerziehungspflegerin, Sozialpädagogin (B.A.), Dozentin und Projektmitarbeiterin für TriN und HelpEX an der Robert-Kümmert-Akademie in Würzburg.

Aleksandra Poltermann, Soziologin M.A., Projektmitarbeiterin des Projektes TriN – Onlineberatungsportal für Genesungsbegleiter*innen am E-Beratungsinstitut.


Digitale Gesellschaft: Zukünftige Herausforderungen für Onlineberatung und Soziale Arbeit

Referent*inProf. Dr. Robert Lehmann
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit10:30-12:00 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

Bereits in der Zeit vor Corona war die Digitalisierung das gesellschaftliche Megathema. Die Auswirkungen des allgegenwärtigen Internets und neuer Technologien wie z.B. künstlicher Intelligenz oder virtueller Realität wurden breit diskutiert. Mit den Kontaktbeschränkungen im Kontext der Covid-19-Pandemie haben große Teile der Gesellschaft eine „Turbo“- oder sogar „Zwangs“-Digitalisierung erlebt, die man in ihrer Intensität und Geschwindigkeit nicht für möglich gehalten hätte. Das ist auch an der Onlineberatung und der Sozialen Arbeit nicht spurlos vorüber gegangen. In einigen Bereichen haben Präsenzberater:innen schnell auf Videoberatung umgesattelt und  Onlineberater:innen, die seit Jahren mit textbasierten Methoden arbeiten, mussten sich anhören, dass sie mit veralteter Technologie arbeiten und doch endlich auch ein schickes Videoberatungstool nutzen sollen.  Gleichzeitig gibt es Grund zur Hoffnung, dass die Covid-19-Pandemie zumindest soweit unter Kontrolle ist, dass keine weiteren Kontaktbeschränkungen mehr nötig sein werden. Die ersten Fachkräfte der Sozialen Arbeit freuen sich bereits, dass wir nach der Pandemie die „lästigen digitalen Tools“ endlich wieder abschaffen können und können es kaum erwarten, endlich wieder in die Idylle der vordigitalen Welt zurückkehren zu können.  

Aus dieser Gemengelage unterschiedlichster Einflüsse, Wünsche und Potenziale fällt es nicht leicht, in die Zukunft zu blicken. Dennoch stellt der Vortrag den Versuch dar, aus verschiedenen Beobachtungen rund um die Zeit der Pandemie einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft von Onlineberatung und Sozialer Arbeit zu werfen.

Kurzvita

Prof. Dr. Robert Lehmann vertritt an der TH Nürnberg das Lehrgebiet Theorien und Handlungslehre der Sozialen Arbeit und ist Mitglied der akademischen Leitung des Instituts für E-Beratung.
Zuvor war er an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt als akademischer Oberrat tätig. Dort forschte er zur didaktischen Gestaltung von elektronischen Lernumgebungen und zur Wirkung von Sozialer Arbeit.
Praktische Erfahrungen sammelte er bei der Brücke München e.V. im Täter-Opfer-Ausgleich mit Graffitisprayern.


Zielgruppenspezifische Zugänge in der Onlineberatung – Am Beispiel von Lebensformen jenseits heteronormativer Entwürfe und der Vielfalt von Geschlecht

Referent*inIsabelle Melcher & Kai Janik
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

In diesem interaktiven Workshop wollen wir uns zunächst mit Begrifflichkeiten im Kontext LSBTIQA* und der Vielfalt von Geschlecht auseinandersetzen.

In einem nächsten Schritt geht es darum, sich intensiver mit diesem Thema zu beschäftigen. Dabei spielen eigenen Vorstellungen, Bewertungen und Zugänge eine große Rolle. Denn es ist unabdingbar, dass eine Auseinandersetzung mit dem Thema stattfindet, bevor es von Ihren Klient*innen an Sie herangetragen wird.

Der Workshop ist als Einführung in die Themen Vielfalt von Geschlecht und sexueller Orientierung gedacht. Einzelne Aspekte lassen sich aber auch auf andere Zielgruppen übertragen und/oder können als Impulse zur Selbstreflexion dienen.

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Kurzvita

Isabelle Melcher – Als Heilpraktikerin für Psychotherapie seit August 2019 in eigener Praxis in Ulm mit den Schwerpunkten: Gesprächspsychotherapie, Paar- und Familienberatung sowie Beratung im Kontext der Vielfalt von Geschlecht tätig. Mitarbeiterin des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg in verschiedenen Projekten: Von 2015 bis 2018 Leitung der „Beratungsstelle TTI – Beratung zu Transsexualität, Transgender und Intergeschlechtlichkeit.“. Seit 2018 Mitarbeiterin im Projekt „Fortbildung und organisationsspezifische Beratungsangebote im Kontext der Vielfalt von Geschlecht“. Seit 2021 Mitarbeiterin im Projekt „Online-Beratung von und für lsbttiq Menschen in Baden-Württemberg“. Ehrenamtliche Leitung und Organisation der Jugendgruppe TeenGender (Gruppe für trans*, queere und nicht binäre Jugendliche bis 25 Jahre) in Ulm und Mitglied im Kernteam des Jugendverbandes Queer Future Baden-Württemberg.

Kai Janik, Kunsttherapeut (B.A.), Creative and Therapeutic Arts (B.A.), schreibt gerade seine Masterarbeit in Kunsttherapie zur Arbeit mit queeren Jugendgruppen und dem Thema geschlechtliche Vielfalt. Mitarbeiter im Projekt “Fortbildung und organisationsspezifische Beratungsangebote im Kontext der Vielfalt von Geschlecht” im Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg. Ehrenamtliche Arbeit für das Projekt 100% MENSCH sowie freiberufliche Tätigkeit als bildender Künstler mit den Themen Identität, Dysphorie und Männlichkeit.


Teilhabe durch Onlineberatung – Onlineberatung als Möglichkeit, das Schweigen über eine drohende oder bestehende Zwangsverheiratung zu brechen

Referent*inSevilay Inci-Kartal
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl20 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

In der Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat erfolgt die Kommunikation zwischen Ratsuchenden und Berater*innen komplett anonymisiert via E-Mail und Chat. Diese Kommunikationsform eröffnet spezifische Möglichkeiten für die Beratung zu dem immer noch tabuisierten und sensiblen Thema Zwangsheirat. Der Workshop bietet einen Einblick in das gesellschaftliche Thema Zwangsheirat und spannt den Bogen zur Onlineberatung: Welche Möglichkeiten bietet die anonymisierte Online-Beratung? Was sind die Herausforderungen für Berater*innen? Was braucht es damit anonyme Beratung zu einem sensiblen Thema wie Zwangsheirat gelingen kann? Diese Fragen werden im Workshop anhand anonymisierter Fälle beleuchtet und diskutiert.

Kurzvita

Sevilay Inci-Kartal, Dipl.-Päd., System. Familientherapeutin. Seit 1999 im Mädchenhaus Bielefeld e.V. beschäftigt.
Sie arbeitet seit 2007 in der Fachberatungsstelle gegen Zwangsheirat, einem NRW weitem Projekt als Beraterin. Dort bietet sie psychosoziale Beratung und Prävention gegen Zwangsheirat an. Sie berät Betroffene persönlich telefonisch und online und führt Schulungen/Workshops/Vorträge online sowie offline für Mädchengruppen und Fachkräfte.


Digitale Grundbildung von sozial benachteiligten Familien mit Migrationserfahrung

Bildrecht: @Martina Schuster
Referent*inThomas Kießlich
FormatWorkshop
Teilnehmerzahl30 Personen
Uhrzeit12:45-14:15 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

Der massive Digitalisierungsschub, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, hat gezeigt, dass Menschen, insbesondere aus strukturell benachteiligten Bevölkerungsgruppen, auf dem Weg von der analogen zur digitalen (Lern-)Welt abgehängt werden. Mit dem Projekt „Digital Immigrants – digitale Grundbildung für sozial benachteiligte Familien mit Migrationshintergrund“ begegnet das Bildungsbüro der Stadt Nürnberg genau dieser Herausforderung und sucht nachhaltige Lösungen.
Doch welche Unterstützung brauchen nun die Betroffenen für einen kompetenten Umgang mit digitalen Medien? Welche Unterstützung brauchen Sie, um auch digitale Bildungs- und Beratungsangebote nutzen zu können? Wie müssen Lehr-Lernmaterialien zur digitalen Grundbildung für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte entwickelt und gestaltet werden? Wie kann erworbenes Wissen weitergereicht und multipliziert werden? Wie kann also die digitale Teilhabe nachhaltig ausgebaut werden? All diesen Fragen geht das Projekt nach und stellt erste (Zwischen-)Ergebnisse im Rahmen des Workshops vor.
Das Projekt „Digital Immigrants“, gefördert vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) hat eine dreijährige Laufzeit und wird durchgeführt in Kooperation mit der Stiftung Sozialidee, dem Medienzentrum Parabol und dem Institut für E-Beratung der TH Nürnberg.

Kurzvita

Thomas Kießlich hat Diplom-Soziologie an der Uni Bamberg studiert und arbeitet seit 2012 in zahlreichen Projekten im Bereich Kommunales Bildungsmanagement. Seit 2016 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bildungsbüro der Stadt Nürnberg und ist seit Oktober 2020 Teil des Projektteams von Digital Immigrants.


Digitale Perspektiven in Kommunikations- und Beratungsprozessen

Referent*inJennifer Burghardt
FormatDiskussion
Teilnehmerzahl12 Personen
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

Die zunehmende Digitalisierung hat nicht nur unsere Lebens- und Arbeitswelt verändert, sie hat auch neue Formen der Kommunikation hervorgebracht bis hin zu “intelligenten” Algorithmen, die bei der fachlichen Einschätzung und Entscheidung unterstützen sollen. Wie hat sich das auf unser fachliches Handeln ausgewirkt? Was wird die Zukunft noch bereithalten? Das werden wir in diesem interaktiven Workshop gemeinsam diskutieren.

Kurzvita

Jennifer Burghardt hat Soziale Arbeit an der Katholischen Unversität Eichstätt (Dipl. / M.A.) studiert und spezialiserte sich bereits früh auf die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen. In ihrer langjährigen Arbeit in einem Jugendamt wie auch in ihrer aktuellen wissenschaftlichen Tätigkeit beschäftigt sich Jennifer Burghardt insbesondere mit der Frage, wie Gefährdungslagen von Kinder und Jugendlichen frühzeitig erkannt werden können. Auch die Frage wie dabei ein wirksames Schutz- und Hilfekonktraktmanagment zu gestalten ist, stellt einen zentralen Forschungsschwerpunkt von Jennifer Burghardt dar. Das neue große Thema „Künstliche Intelligenz“ und “Big Data Analytics” sieht sie dabei als eine spannende Möglichkeit und Chance für die aktuellen Herausforderungen in der Sozialen Diagnostik sowie sozialarbeiterischer Kommunikations- und Beratungsprozessen.


Zwischen den Zeilen spüren – Onlineberatung mit Kindern und Jugendlichen

Referent*inKatja Schweitzer
FormatVortrag
Teilnehmerzahlunbegrenzt
Uhrzeit14:30-16:00 Uhr
Strang4 Gesellschaftliche Entwicklungen

Veranstaltungsbeschreibung

In der psychosozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kommt der Begegnung auf Augenhöhe große Bedeutung zu. Onlineberatung ermöglicht echte Begegnungen im virtuellen Raum. Indem die Kinder und Jugendliche “unsichtbar” bleiben dürfen, finden sie für sich selbst die Möglichkeit, sich – auch mit ihrer leidenden Seite – zeigen zu können und sich dabei auf angenehme Art und Weise gesehen zu fühlen, Ressourcenaktivierung und nährende Beziehungserfahrungen über den Kanal der Schrift sind bereits ab dem Alter von zirka acht Jahren möglich und ergeben einen oftmals sehr berührenden Einblick in die Seelenwelt der jungen KlientInnen. Wie die Nähe zwischen den Zeilen entsteht und welche Prozesse sich dabei abspielen, wird Gegenstand des Vortrags sein.

Kurzvita

Mag. Katja Kristin Schweitzer Psychologin, Notfallpsychologin, Kinderbeistand, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision (Hypnosepsychotherapie), seit 2010 Koordinatorin von “kids-line: Rat für junge Leute” Salzburg – www.kids-line.at; www.katja-schweitzer.at.